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Annas Abenteuer Amerika

Vor 4 Monaten ging mein großes Abenteuer Amerika los. Seit im Februar 2013 feststand, dass ich ab August ein Schuljahr im Ausland verbringe, konnte ich es kaum erwarten endlich in das Flugzeug zu steigen. Die Anspannung und das Warten auf meine Gastfamilie, aber auch die Vorbereitungswochenenden mit meiner Organisation AFS, haben diese Zeit alleine schon etwas besonderes gemacht. Für mich ging es ganz in den Norden Amerikas nach Washburn, Wisconsin. Nach einer langen Reise, bei der ich auch viele andere Austauschschüler kennengelernt habe, verbrachten wir dann ein Wochenende im Hotel, bevor unsere Gastfamilien uns abholen kamen. Die Aufregung war riesig groß, denn wir kannten unsere neuen Familen nur über E-Mails oder Skype. Aber auf dem Weg zu meinem neuen Zuhause haben wir schon viel zusammen gelacht und man hat gemerkt, dass wir eine Menge Gemeinsamkeiten haben. Zu Beginn war ich ein wenig nervös, nur Englisch zu sprechen, aber schon nach den ersten Tagen wurde es für mich wie selbstverständlich und auch wenn mir mal ein Wort gefehlt hat, haben mir die Leute hier super ausgeholfen. Mittlerweile denke und träume ich auch schon in Englisch. In meinen ersten Wochen hier habe ich sehr viel mit meiner Gastfamilie unternommen. Wir sind nach Michigan gefahren um die Familie meines Gastvaters zu besuchen, wir haben uns ein Baseballspiel angesehen und waren im See schwimmen. Außerdem sind wir mit unserem Boot raus auf den See gefahren um zu fischen, was wirklich Spaß gemacht hat. Schule in Amerika ist ein wenig anders als in Deutschland, denn ich habe hier nur 6 verschiedene Fächer und den selben Stundenplan jeden Tag. Dafür gibt es aber eine viel größere Fächerauswahl und ich kann zum Beispiel das Fach Gitarre wählen. Außerdem gibt es hier viele Sportmannschaften in der Schule, sodass ich im Herbst Volleyball gespielt habe, nun Skilanglauf mache und im Frühling Fußball spielen werde. Ich finde es toll, dass ich hier so viele verschiedene Sportarten ausprobieren kann, besonders Ski fahren. Wir hatten Ende Oktober schon Schnee und da mich nur der Obere See von Kanada trennt, ist es hier auch dementsprechend kalt. Aber der Winter wird dann mit Eisfischen, Schneemobil fahren, Schlittschuhlaufen und Skifahren zur besten Jahreszeit gemacht. Natürlich sind das nur meine Erfahrungen, denn ich bin sicher, ein Austauschschüler in Texas erlebt etwas ganz anderes. Aber ich kann jedem empfehlen ein Austauschjahr zu machen, sei es in die USA, nach Brasilien oder Dänemark. Man lernt nicht nur eine andere Sprache, sondern findet auch eine zweite Familie und neue Freunde. Man lernt Verantwortung für sich und für andere zu übernehmen, Entscheidungen alleine zu treffen und über seinen eigenen Schatten zu springen. Es ist eine Möglichkeit seine eigene Kultur zu vermitteln, während man die des Gastlandes kennenlernt. Ich bin so glücklich, dass ich mich dazu entschieden habe ein Auslandsjahr zu machen. Bis jetzt hatte ich eine richtig gute Zeit, die mich mein ganzes Leben begleiten wird und ich freue mich schon auf die nächsten Monate, die ich noch hier verbringen kann. Ohne meine Eltern, die mich auf meinem Weg immer unterstützt haben, wäre das nie möglich gewesen. Und auch bei AFS möchte ich mich bedanken, für meine nette Gastfamilie, die ihr gefunden habt, das Gefühl immer gut aufgehoben zu sein und die Möglichkeit zu jeder Zeit einen Ansprechpartner zu haben.