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Cornelia (l.) mit Freundin

Ich heiße Cornelia Kliem, bin 16 Jahre alt und komme aus Igel. Seit Anfang August lebe ich in einer Gastfamilie in Edina, Minnesota in den USA. Ich gehe dort für ein Jahr in der Edina High School zur Schule. Ich probiere mit Begeisterung alles Mögliche, wie Nordic Skiing, Marching Band, aus und bin deshalb immer beschäftigt, was mir keine Zeit lässt, an Heimweh oder Dinge dieser Art zu denken. Ich habe eine wunderbare Gastfamilie mit zwei kleinen Brüdern. Ich verbringe gerne Zeit mit ihnen. Sei es zusammen kochen oder wie dieser Tage gerade den Weihnachtsbaum schmücken oder Plätzchen backen.

 Das Auslandsjahr öffnet mir jeden Tag aufs Neue die Augen, macht mich aufmerksam auf die kleinen Dinge, die sich unterscheiden. Die Zeitumstellung. Die Steuern, die erst beim Bezahlen auf den Preis drauf gerechnet werden. Die Menschen an der Kasse, die anfangen mit dir über ihr Leben zu reden, obwohl sie dich nicht kennen. Die Lehrer in der Schule, die von ihrer Familie erzählen oder vom letzten Sommerurlaub. Die Schüler, die für den Unterricht zum Lehrer gehen, nicht umgekehrt. Die überdimensionalen zweitürigen Kühlschränke. Das mexikanische Essen. Taccos. Der Nationalstolz und die USA-Flaggen an vielen Häusern. Der Fakt, dass niemand außer den Indianern keiner aus Amerika stammt und man mit Stolz aufzählt, aus wie vielen Ländern Vorfahren kamen. Die gelben Schulbusse. Der Schulspirit und die Sportmöglichkeiten in und nach der Schule. Football. Baseball. Die amerikanische Vorliebe für Erdnussbutter. -35°C Mitte Januar. Mehr als 10,000 Seen in Minnesota. Riesen-Eichhörnchen im Garten. Halloween. Die Weihnachtsbeleuchtung rund ums Haus Ende November. Thanksgiving. Black Friday. Christmas. 

 Und das ist nur ein kleiner Teil der Dinge, die ich bewundere, die mir auffallen und die ich so an diesem Land liebe.

 Die letzten vier Monate hier haben mich in so Vielem weitergebracht. In meinen Sprachkenntnissen, meinem Selbstbewusstsein, meiner Meinung über mich selbst oder über das, was mich ausmacht. Und gleichzeitig gibt es mir die Chance neu anzufangen und tolle Freunde zu finden. 

 Ich bin überglücklich, den Schritt zu einem Auslandsjahr gewagt zu haben, und würde am liebsten die Zeit anhalten.