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Jana in Illinois

Jana (ganz rechts) und andere Austauschschüler mit Santa Clause.

Seit dem 7. August lebe ich nun schon in den Vereinigten Staaten, genauer gesagt in Naperville, Illinois, etwa 50km entfernt von Downtown Chicago. 

Die ersten zwei Tage verbrachte ich gemeinsam mit rund 60 anderen Austauschschülern in einem Hotel in Chicago, wo wir nicht nur Zeit hatten, nach der langen Reise einmal abzuschalten, sondern auch neue Freundschaften knüpfen konnten. Außerdem konnten wir uns auch ein bisschen auf das erste Zusammentreffen mit den Gastfamilien vorbereiten. Das war dann ein recht aufregender Moment als jeder von uns sich vor allen anderen Austauschschülern, Gastfamilien und Betreuern vorstellen musste und anschließend zum ersten Mal die Menschen traf, die für das kommende Jahr unsere Familie sein würden. Ich persönlich traf meine Gastfamilie erst etwa anderthalb Wochen später, da sie bei meiner Ankunft noch in Urlaub waren und ich deshalb die erste Zeit bei einer Willkommensfamilie verbrachte. Das war aber eigentlich nicht schlecht, da ich nun zwei sehr nette Familien kenne.

Ein anderer sehr aufregender Moment war natürlich der erste Schultag in der neuen Schule. Die Naperville Central High School ist riesig mit etwas mehr als 3000 Schülern und dementsprechend habe ich natürlich am ersten Tag auch nicht alle Räume gefunden. Doch alle waren verständnisvoll und da ich schon vor Schuljahresbeginn Tennistraining hatte, haben mir die anderen Mädels aus dem Team auch geholfen. Insgesamt ist Schule in Amerika etwas anders. Ich habe nur sieben Fächer pro Semester (dafür aber eine große Auswahl an ganz verschiedenen, coolen Fächern wie z.B. Marketing oder Jewelry), jeden Tag denselben Stundenplan und am Ende des Semesters Final Exams. Außerdem verbringen die meisten hier viel Zeit in der Schule, auch nach Unterrichtsschluss, weil es so viele Sportangebote und andere Aktivitäten wie Theater oder Band gibt. Ich war im Herbst im Tennisteam meiner Schule und hatte deshalb sechs Tage die Woche Training oder Wettkämpfe nach der Schule. Sport wird ziemlich ernst genommen und jeder ist stolz, die Schule zu repräsentieren. Der so oft beschriebene “School Spirit“  ist wirklich da und es ist schon faszinierend, wenn an jedem Freitag vor einem Footballspiel alle Kleidung in den Schulfarben tragen und während dem eigentlichen Spiel lautstark die eigene Mannschaft unterstützen. Überhaupt ist Football eine ziemlich wichtige Sache und dieses Jahr wurde meine Schule tatsächlich “State Champion“ – natürlich waren wir das Spiel gucken! 

Ein Highlight bisher war definitiv der Kurztrip ins Walt Disney World nach Florida mit meinem Marketing Kurs. Dabei habe ich viele neue Leute kennen gelernt und wir hatten eine Menge Spaß in den verschiedenen Parks. Aber auch Thanksgiving und Weihnachten waren sehr interessant. Da ich wirklich direkt bei Chicago wohne, fahre ich auch des Öfteren Downtown mit Freunden oder meiner Familie. Ich liebe die Stadt! Sie ist einfach schön gelegen am Lake Michigan und versprüht wirklich ein Großstadtfeeling mit all den Wolkenkratzern und imposanten Gebäuden. 

Mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich super, auch wenn es anfangs natürlich etwas ungewohnt ist, in einem fremden Haus zu leben, doch insbesondere mit meiner Gastschwester habe ich eine sehr gute Verbindung. Auch die erste Zeit in der Schule war nicht immer einfach und es dauert definitiv eine Weile wirklich Freunde zu finden, wohingegen die Sprache eigentlich von Anfang an kein großes Problem war. Nach beinahe der Hälfte meines Aufenthaltes hier kann ich sagen, dass dieses Auslandsjahr definitiv eine gute Entscheidung war! Es gibt so viele unglaublich nette Menschen, die ich bisher schon kennen gelernt habe, sei es meine beiden Familien, Klassenkameraden oder auch all die anderen Austauschschüler aus aller Welt (auf jeden Fall eine der besten Dinge hier) und die vielen AFS Ehrenamtlichen. Ich habe auch schon viele wichtige Erfahrungen gesammelt und kann eigentlich nur jedem raten, diesen Schritt zu wagen! Es ist definitiv eine außergewöhnliche Zeit!

Liebe Grüße aus den USA!

Jana